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FILM: Die Kinder des Fechters

Am Donnerstag zur Duisburger Premiere erwartet die Zuschauer nicht nur der Film, sondern vor der Leinwand auch ein Duell der Könner

In Kooperation mit der Fechtabteilung der Eintracht Duisburg wird das filmforum am Dellplatz am Donnerstag, 28.01.2016 um 18:30 Uhr den durch den Friedenspreis des Deutschen Films und dem 33. Filmfest, München 2015, prämierten Film „Die Kinder des Fechters“, ( Orig.-Titel: „the fencer“ ) präsentieren. Im Vorprogramm werden sich die beiden Vizeweltmeister der Eintracht, Peter Marduchajew und Udo Jacoby in einem kommentierten Livegefecht vor dem Publikum messen.

Hier gibt es die Karten

Die Floretts sind selbst gemacht. Aus Holz oder aus Stöcken, jedenfalls nicht aus Stahl. Wie auch? In dem kleinen Örtchen in Estland finden sich im Jahr 1953 wohl kaum genug Klingen für eine ganze Schulklasse. Es sind viele, die begierig sind, um die Kunst des Fechtens von ihrem Lehrer zu lernen, der in diesem Nest gestrandet ist. Der junge Trainer Endel (Märt Avandi) besitzt freilich ein echtes Florett und besitzt die Strenge und Liebe, den Mädchen und Jungen diesen edlen Sport zu vermitteln.

Er ist offenbar vor den Schergen Stalins geflüchtet und der kommunistische Schulleiter wird nach der Wahrheit graben. Das ist für Endel gefährlich. Noch gefährlicher ist jedoch der Wunsch der Kinder, an einem Turnier in St. Petersburg teilzunehmen. Er fürchtet, dem Regime in die Hände zu fallen, fühlt sich jedoch verpflichtet, die Teilnahme am Turnier zu ermöglichen.

Nach einer wahren Geschichte, der Fechtklub existiert noch heute, entwickelt Regisseur Klaus Härö, der inzwischen eine Nominierung für den Golden Globe erhielt, seinen Rückblick auf die Repressionen der Stalinzeit. Die großen Momente im Film sind jene, wenn der Lehrer seinen begierigen Schülern den Umgang mit der Waffe lehrt, wenn er zum Vaterersatz für die durch den Krieg verwundeten Mädchen und Jungen wird, wenn Fechten zum Tanz und das Training zur Lehrstunde fürs Leben wird.

„Endel ist streng, aber aber es ist eine andere Strenge als die staatliche, disziplinäre, die den Körper und den Geist unterdrückt. (…) sein Fechten ist ein Tanz. Eine wunderbare Beziehung beginnt, eine Ahnung von Freiheit und Solidarität, Gemeinschaft und Glück“, urteilt die Süddeutsche Zeitung.

Von Erfahrungen staatlicher Repression könnte auch der heutige Eintrachtfechter Peter Marduchajew über seine Zeit als Mitglied im Nationalkader der Sowjetunion berichten. Ein sicherlich abendfüllendes Unterfangen, das den Abend sprengen würde. Die Erfolge der beiden erfolgreichen Senioren, die privat eng befreundet sind und eine Art „dreamteam“ bilden, sprechen in der vergangenen Saison für sich.

Sie verbuchen die dt. Einzelmeisterschaften mit Gold und Silber, holten Gold in der dt. Mannschaftsmeisterschaft und errangen für die dt. Nationalmannschaft den Vizeweltmeister in Limoges und den Titel des Vize-Europameisters im Einzel.

In einer Erklärung der beiden zum Film „Die Kinder des Fechters“ heißt es: „eine Darstellung unseres Sports, den wir uns gewünscht haben. Nicht nur eine faktische Abhandlung über die Randbedingungen, sondern auch einfühlsames Miterleben, wie dieser Sport uns prägt, uns miteinander verbindet und sich gegen Machtstrukturen  durchsetzen kann. Ein Dokument, wie Sport sich solidarisch im Denken als ein Miteinander manifestieren kann, positive Orientierung anbietet und soziale Bindungen fördert. (…) Fairness, Toleranz und ein bei allem Wettkampf und dem Ringen um Ränge gebotenen Respekt sind Werte, die wir in dieser Sportart gelebt haben und zu schätzen wissen“. 

28.01.2016 00:51 Alter: 2Jahre