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Piet Leyendecker wird überraschend Dritter bei den Deutschen Meisterschaften

Die Teilnahme war eigentlich nur eine Notlösung – Degen statt Florett

Piet Leyendecker, DM Itzehoe, Bronze

Die Fechtabteilung von Eintracht Duisburg jubelt. Ihr Mülheimer Hoffnungsträger Piet Leyendecker erringt den Bronzeplatz bei den Deutschen B-Jugend-Meisterschaften in Itzehoe. Entgegen seiner eigentlichen Waffe, dem Florett, holte er diesen Erfolg im  Herrendegen.

Damit hatte kaum jemand gerechnet, denn die Erfolge der vergangenen Saison standen ganz im Zeichen seiner Disziplin, dem Florett. Durch die Qualifikationen auf Landesebene qualifizierte er sich für die Teilnahme an den Deutschen Florett- Meisterschaften in Halle (Saale). Doch wie es das Schicksal wollte, konnte er zu seinem großen Bedauern terminlich nicht an den Ausscheidungen teilnehmen.

Dagegen war eine Teilnahme im Team der höheren Altersklasse U17 bei deren Meisterschaften in Tuttlingen gesichert. Dort wurde er deutscher Vizemeister. Wer dachte, das war es dann für die Saison, hatte sich gewaltig geirrt. So ganz nebenbei nahm er zusätzliche Degen-Lektionsstunden, nahm auch in dieser Disziplin an Qualifikationen teil und konnte sich seinen Platz für die Teilnahme an den bundesdeutschen Meisterschaften in Itzehoe sichern.

Hier stand Piet 64 Degenfechtern gegenüber, zeigte aber schon in der Vorrunde seinen Kampfwillen. Den ersten Platz in seiner Runde setzte er in der 48er Zwischenrunde fort, gewann alle Gefechte und stand plötzlich auf dem Tableau der besten acht. Unbeeindruckt trat er dem Heidenheimer Favoriten Till Julius Giese entgegen und gewann mit einem deutlichen 10:7. Dann aber scheiterte an Janne Rosenau aus Ravenstein im Halbfinale mit 10:6 Treffern. Pikant, denn in der Vorrunde besiegte er diesen mit 10:2.

„Es gibt beim Fechtsport immer unerklärliche Gefechtsausgänge“ resümiert Piet, „Kleinigkeiten wie das Wechseln auf die Ersatzwaffe, die besondere Atmosphäre eines solchen Event, die eigene mentale Situation im Augenblick und viele andere Dinge nehmen Einfluss.“

Doch das Trainerteam ist äußerst zufrieden. Mit dem Erfolg hätte man wirklich nicht gerechnet, hörte man einmütig. Ein Wechsel von seiner Stammwaffe, dem Florett aber kommt dennoch nicht infrage. Vater Frank, selbst seit 35 Jahren Degenfechter und natürlich Coach seines 14jährigen Sohns stimmt dem zu: „Die optimalen Trainingsbedingungen bei der Duisburger Eintracht sind eher auf das Florett abgestimmt, aber es ist schon bemerkenswert, wie individuell man auf die Befähigungen und Wünsche des einzelnen Sportlers eingeht.“

Von: Michael Schrader 06.06.2016 21:21 Alter: 293Tage