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Fünf Podestplätze und ein Wochenende voller Erlebnisse im Schwarzwald

Fechten

Fünf Podestplätze, ein historisches Schützenhaus, eine nächtliche Entdeckungstour durch Rottweil und ein Abstecher ins Porsche-Museum: Für die Fünfkämpfer von Eintracht Duisburg wurde der Abschluss der Outdoor-Saison zu weit mehr als einem sportlichen Wettkampf. Beim Grand-Finale des Klassischen Fünfkampfs in Oberndorf am Neckar verband die Duisburger Gruppe am 12. und 13. September 2026 sportlichen Ehrgeiz mit einer gemeinsamen Wochenendfahrt in den Schwarzwald.

Die Gastgeber vom TV Oberndorf hatten das Grand-Finale mit viel Liebe zum Detail organisiert. Schon die Wettkampfstätten machten die Veranstaltung zu etwas Besonderem. Geschossen wurde bei der traditionsreichen Oberndorfer Schützengesellschaft, deren historisches Gebäude eng mit der Geschichte der Waffenfabrik Mauser verbunden ist. Zum Schwimmen ging es ins örtliche Freibad, wo auf einer 50-Meter-Bahn um Punkte gekämpft wurde.

Auch auf der Leichtathletikanlage war manches anders als gewohnt. Statt elektronischer Zeitmessung wurde noch ganz klassisch von Hand gestoppt, und das Startsignal erfolgte mit der Klatsche. Für die Duisburger zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, gehörte auch das zum besonderen Charakter des liebevoll ausgerichteten Saisonfinales.

Vom Sprint auf die Planche – und am Ende ganz oben auf dem Podest: Leif Voigt, eigentlich in der Leichtathletik von Eintracht Duisburg zu Hause, hatte sich erst über den Sommer mit dem Fechten eine weitere Disziplin des Klassischen Fünfkampfs erschlossen. Seine sportliche Herkunft ließ er besonders über die 100 Meter erkennen, wo er mit 12,11 Sekunden seine Schnelligkeit ausspielen konnte. Mit insgesamt 42,39 Punkten holte er den Sieg in der Seniorenklasse. Für einen Duisburger Doppelerfolg sorgte Claude Oliver Wolfsdorff auf Rang zwei (35,86 Punkte). Kirsten Röwekamp komplettierte die Bilanz mit dem dritten Platz bei den Seniorinnen (37,54 Punkte).

Auch Svenja Wenning gelang ein Podestplatz. In der Altersklasse Veterans 40+ erreichte sie mit 38,98 Punkten den zweiten Rang und überzeugte besonders beim Fechten mit zehn Siegen aus 14 Gefechten. Ihr Sohn Lasse Wenning sicherte sich in der U15 mit 40,56 Punkten ebenfalls Silber. Damit standen alle fünf Eintracht-Aktiven in ihren jeweiligen Altersklassen auf dem Treppchen.

Begleitet wurde die Gruppe von Eintrachts stellvertretendem Vorsitzenden Philipp Gorray, der als Vizepräsident des Deutschen Fechter-Bundes zugleich die Wettkampfleitung vor Ort übernahm.

Mit dem Ende der Wettkämpfe war das gemeinsame Wochenende allerdings noch längst nicht vorbei. Für die Übernachtung hatte die Gruppe Quartier in der Jugendherberge im nahegelegenen Rottweil bezogen. Und dort bot sich am Samstagabend eine besondere Gelegenheit: Die Stadt veranstaltete die landesweite „Nacht des offenen Denkmals“.

Über 30 historische Gebäude und Denkmäler öffneten an diesem Abend ihre Türen. Kirchen, Türme, Museen und sonst nicht immer zugängliche Orte machten die historische Innenstadt zu einem besonderen Ausflugsziel. Die Eintracht-Gruppe nutzte die Gelegenheit, nach einem langen Wettkampftag gemeinsam durch Rottweil zu ziehen und die Stadt von einer ganz anderen Seite kennenzulernen.

Am Sonntag ging es schließlich zurück Richtung Duisburg – allerdings nicht auf direktem Weg. In Stuttgart stand noch ein Besuch im Porsche-Museum auf dem Programm. Zwischen legendären Rennwagen, historischen Sportwagen und Automobilgeschichte gab es auch auf der Rückreise noch einiges zu entdecken.

Gerade solche Fahrten machen aus einzelnen Sportlerinnen und Sportlern eine Gemeinschaft. Zwischen den Disziplinen, beim gemeinsamen Abend in Rottweil und unterwegs nach Stuttgart blieb Zeit für Gespräche und Erlebnisse, für die im regulären Trainingsbetrieb oft wenig Raum ist. So wurde aus einem Wettkampftermin ein Wochenende, das sportlich erfolgreich war und zugleich weit über die Ergebnisse hinausging.

Mit fünf Podestplätzen und vielen gemeinsamen Eindrücken im Gepäck trat die Gruppe schließlich die Heimreise nach Duisburg an.

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