Im Rahmen des 44. Jugendsportaustauschs zwischen Duisburg und Calais war Eintracht Duisburg Gastgeber für die Leichtathletinnen aus der französischen Partnerstadt. Organisiert wurde das Wochenende durch den Stadtsportbund Duisburg. Hinter den Mädchen aus beiden Teams lagen drei abwechslungsreiche Tage mit Sport, Kultur und vielen gemeinsamen Erlebnissen.
Am Freitag empfingen wir unsere Gäste aus Calais an der MSV-Arena. Von dort ging es weiter zur Regattabahn, wo eine gemeinsame Rallye Gelegenheit zum ersten Kennenlernen bot. Sprachbarrieren spielten dabei schnell nur noch eine Nebenrolle. Den Abend ließen beide Gruppen bei einem gemeinsamen Grillen im Vereinsheim ausklingen.
Am Samstagmorgen stand zunächst ein Besuch im Landschaftspark Nord auf dem Programm. Besonders aufmerksam wurden die Jugendlichen, als sie erfuhren, dass dort Szenen für die Filmreihe „Die Tribute von Panem – The Hunger Games“ gedreht wurden.
Am Nachmittag folgte der sportliche Vergleich. Fünf Mädchen aus Calais der Jahrgänge 2011/2012 traten gegen fünf Athletinnen von Eintracht Duisburg der Jahrgänge 2013/2014 an. Auf dem Programm standen 75 Meter, Speerwurf, Weitsprung, Diskuswurf und eine 5 × 75-Meter-Staffel.
Den besseren Start erwischten die Gäste. Calais gewann den Sprint und setzte sich auch im Speerwurf knapp mit 104,86 zu 102,12 Metern durch. Im Weitsprung holten die Duisburgerinnen mit 28,73 zu 27,18 Metern ihren Punkt. Im Diskuswurf, den die jungen Eintracht-Athletinnen zuvor noch nie in einem Wettkampf absolviert hatten, gewann Calais mit 136,09 zu 127,08 Metern.
Damit stand der Sieg für Calais bereits vor der abschließenden Staffel fest. Beide Teams gingen dennoch noch einmal gemeinsam auf die Bahn. Calais gewann auch die 5 × 75 Meter und entschied den Leichtathletikvergleich insgesamt mit 4:1 für sich.
Das Ergebnis war an diesem Wochenende allerdings nur ein Teil des Geschehens. Die Mädchen unterstützten sich gegenseitig, feuerten einander an und sorgten für eine gute und faire Atmosphäre. Für die jüngeren Duisburger Athletinnen war der Vergleich zugleich eine wertvolle Erfahrung. Mehrere von ihnen konnten neue persönliche Bestleistungen erzielen.
Unsere Fechterinnen und Fechter konnten in diesem Jahr leider keine Gäste aus Calais begrüßen. Parallel zum Austausch fanden in Frankreich die nationalen Meisterschaften statt, sodass eine Teilnahme der französischen Fechter nicht möglich war.
Am Abend trafen sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur beliebten Sportlerparty am Toeppersee. Für einen zusätzlichen sportlichen Abschluss sorgte ein Beachvolleyballspiel, das Mika und Leif für Duisburg entscheiden konnten.
Am Sonntag wurden die Sportlerinnen und Sportler von Bürgermeisterin Edeltraud Klabuhn im Duisburger Rathaus empfangen. In der Gesamtwertung gewann Duisburg den Städtevergleich mit 10:6. Cyril Pollet, Vorsitzender des Sportamtes in Calais, brachte den Sinn des Austauschs passend auf den Punkt: Wer gewonnen oder verloren habe, werde schnell vergessen. An die Gesichter, die Freude und die Gespräche trotz der Sprachbarriere würden sich die Jugendlichen jedoch noch viele Jahre erinnern. Durch den Sport lerne man, stolz auf die eigenen Farben zu sein, den Gegner aber dennoch zu respektieren und ihm die Hand zu reichen.
Ein herzliches Dankeschön gilt dem Stadtsportbund Duisburg, allen Athletinnen und Athleten, Betreuenden sowie den vielen Helferinnen und Helfern. Das Wochenende hat erneut gezeigt, dass Sport weit mehr ist als der reine Wettkampf: Er bringt Menschen zusammen und schafft Freundschaften über Grenzen hinweg.
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